Allgemeines
Die Gustav-Siewerth-Akademie ist eine private wissenschaftliche Hochschule mit staatlicher Anerkennung. Ihr rechtlicher und finanzieller Träger ist die gemeinnützige „Gustav-Siewerth-Haus gGmbH“.
Eine philosophische Hochschule, die sich im interdisziplinären Gespräch zwischen Professoren und Studenten der Auseinandersetzung mit den modernen Sozial- und Natur-Wissenschaften stellt und sich um die Vermittlung eines christlichen Weltbilds bemüht.
Studienfächer: Philosophie; Philosophie der Naturwissenschaft; Soziologie; Journalistik ; Familienwissenschaft mit den Hauptfächern Katholische Theologie und Pädagogik.
Studienmöglichkeiten an unserer Hochschule
- Philosophie
- Soziologie
- Familienwissenschaft mit den beiden Hauptfächern Katholische Theologie und Pädagogik (kirchliche Anerkennung ist erteilt, staatliche Anerkennung ist beantragt)
- Journalistik (nur als Nebenfach)
- Philosophie der Naturwissenschaften (nur als Nebenfach)
Allgemeine Ziele der Hochschule
- Vermittlung der abendländischen Wertvorstellungen, die aus der Durchdringung von griechischer Metaphysik und christlichem Offenbarungsgut als Voraussetzung von Naturwissenschaft und Technik entstanden sind,
- Erarbeitung einer christlichen Anthropologie und Gesellschaftslehre in Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der modernen Natur- und Sozialwissenschaften,
- Kritik der nihilistischen Züge des Zeitgeistes.
Methodisch ist die Zielvorstellung der Akademie die philosophische Vermittlung von Einzelwissenschaften, besonders der Natur- und Sozialwissenschaften zur Theologie. Inhaltlich geht es um die Erarbeitung eines christlichen Menschenbildes, das den Erfordernissen einer durch Naturwissenschaft und Technik bestimmten Zeit gewachsen ist.
Das offene, weltanschaulich nicht festgelegte Gespräch zwischen führenden Vertretern aller Wissenschaften sowie mit interessierten Studenten ist abseits der großen Universitäten die Voraussetzung für die Ermittlung solcher Grundeinsichten, die es zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzufügen gilt.
Durch die Reflexion wesentlicher naturwissenschaftlicher Grundaussagen gilt es, die systematische 'Verarbeitung' dieser Fakten zu Ideologien zu kritisieren. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Akademie ist somit die Aufhellung der wechselseitigen Abhängigkeit des Marxismus / Neomarxismus (insbesondere der Frankfurter Schule) von der neodarwinistischen Naturerklärung.
Auch die Sozialwissenschaften nehmen die naturwissenschaftlichen Ergebnisse oft durch weltanschauliche Interpretationen fälschlich in Anspruch, sie sind deshalb in ihrer ganzen Tragweite zu durchdenken. Grundfragen der Ethik – in kritischer Durchdringung der Sozialwissenschaften – bilden ein weiteres Arbeitsfeld der Akademiearbeit.
Die philosophische Reflexion naturwissenschaftlicher Fakten zeigt den Ordnungs- bzw. Geistcharakter jener Natur, die Ausdruck göttlichen Geistes ist. Damit lässt sich eine Anthropologie bzw. Gesellschaftslehre erarbeiten, die, auf den Gegebenheiten der Naturwissenschaft aufbauend, die Geist-Person als verantwortungsbewussten Träger des Leibes sichtbar macht, also den Geist mit der Natur (letztlich durch Gott) verbunden sieht.
Da Bildung heute nicht mehr primär an Schulen und Hochschulen, sondern durch die Medien geschieht, gehört die Ausbildung verantwortungsbewusster Journalisten zu den wichtigsten heutigen Aufgaben. Der Bedarf einer wertorientierten und daher nicht primär technischen Ausbildung von Journalisten ist angesichts der vielfach oberflächlichen, nur dem Augenblick Rechnung tragenden Berichterstattung dringend gegeben.
Die Zusammenführung und Vermittlung unterschiedlicher Traditionen und Bereiche geschieht heute vornehmlich durch Kommunikationsmittel. Dies sollte nicht primär technisch, sondern in der Rückführung auf gemeinsame Grundlagen der abendländisch-christlichen Kultur geschehen. Nur so können die vielfach sogar unbewussten marxistischen / neomarxistischen Gedankengänge überwunden werden. Nur auf dem Boden von Wertvorstellungen, die aus der Wesensnatur des Menschen abgeleitet sind, kann den grundlegenden Gefahren für die moderne Gesellschaft begegnet werden Nur mit ethischen Prinzipien kann man der scheinbar schrankenlosen Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, wie etwa bei der Kernkraft oder der Gentechnik, entgegentreten.
Organe der Hochschule
| Rektor: | Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin |
|---|---|
| Prorektoren: | Prof. Dr. Alma von Stockhausen: Wissenschaft Prof. Dr. Werner Münch, Ministerpräsident a.D.: Verwaltung |
| Dekane: | Prof. Dr. Reinhold Ortner |
| Senat: | P. Prof. Dr. Leo Elders SVD Prof. Dr. Reinhold Ortner Prof. Dr. Wolfgang Stock Prof. Dr. Alma von Stockhausen Pfarrer Armin von Stockhausen Prof. Dr. Roland Süßmuth |
| Kanzler: | Dr. August Weh |
| Hochschulseelsorge: | Pfr. Armin von Stockhausen |